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Frankfurt e.V.
AG36: Schwules Zentrum Frankfurt
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60313 Frankfurt a. M.

Tel. (069) 29 59 59
Fax (069) 28 44 01
Mail: info@ag36.de

D - wie Darmparasiten

Darmparasiten können Würmer und einzellige Parasiten sein. Derzeit sind etwa 60 Arten und Unterarten der Darmparasiten bekannt. Beispielsweise kann man die Gruppe der Würmer in Rundwürmer, Bandwürmer, Fadenwürmer oder Saugwürmer (Blutegel) aufteilen. Neben diesen treten als einzellige Parasiten besonders häufig die Amöben und Lamblien auf. Diese Schmarotzer siedeln in der Darmregion des Wirtes, in der sie auch ihre Eier legen.

Je nach Erregerart unterscheidet sich die Art der Übertragung, dennoch kann man generelle Aussagen über den Infektionsweg machen. Häufig findet dieser auf indirekte Weise statt, wie durch die Aufnahme von Wasser oder Nahrungsmitteln.

Auch die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch, z.B. durch Rimming (Arschlecken) oder die Weitergabe durch eine Schmierinfektion ist möglich. Die Inkubationszeit kann von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten dauern.

Symptome müssen nicht auftreten bzw. können kommen und gehen. Sie reichen von Fieber über Magen-Darm-Krämpfe, Durchfälle (oft länger als eine Woche) und Gewichtsverluste bis hin zu übel riechendem oder blutig-schleimigem Stuhl.

In der Regel erfolgt eine Diagnose durch einen Darmabstrich bzw. eine Stuhlprobe mit dem Nachweis durch Speziallabors.  Ist die Leber mit Amöben befallen, erhält man auch einen Befund durch eine Ultraschaluntersuchung. Manche Arten von Parasiten unterliegen einer behördlichen Meldepflicht.

Die Behandlung beim Internisten erfolgt je nach Art des Erregers durch eine unterschiedliche Medikamententherapie, bei gleichzeitig erhöhter Einnahme von Flüssigkeit. Die Mitbehandlung von Sexualpartnern ist ratsam, Sexpraktiken rund um den Analbereich sollten in dieser Zeit vermieden werden.

Die Krankheitsdauer ist abhängig von der Schwere der Infektion, schlimme Folgen können bei einer rechtzeitigen Diagnose vermieden werden. Würmer entziehen dem Körper Nährstoffe, weshalb für immun geschwächte Personen wie HIV-Positive eine erhöhte Aufmerksamkeit anzuraten ist.

Das Infektionsrisiko lässt sich durch sorgfältige Körperhygiene wie Händewaschen nach der Toilette und regelmäßiges Wechseln bzw. Waschen der Wäsche verringern. Spülungen vor analen Kontakten und das Verwenden von Kondomen bzw. das Reinigen von Sexspielzeug bietet zusätzlich Schutz.

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