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AG36: Schwules Zentrum Frankfurt
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Tel. (069) 29 59 59
Fax (069) 28 44 01
Mail: info@ag36.de

F - wie Feigwarzen

Feigwarzen werden durch „Humane Papillomaviren“ (HP-Viren) verursacht. Viele Menschen sind mit dieser Virenart infiziert, geschätzt z.B. etwa 50-70% der Schwulen in Großstädten. Bei HIV-Positiven ist die Zahl sogar noch höher. Sichtbare Warzen als Symptom einer Infektion bilden sich aber nur bei wenigen aus.

Ist dies jedoch der Fall, treten einige Wochen/Monate nach einer Ansteckung erst punktförmige Knötchen und später sehr unterschiedlich aussehende Warzen an der Infektionsstelle (Darm, Vagina, Penis oder Hoden) auf. Diese Warzen können von unscheinbaren Flecken bis hin zu blumenkohlartigen Hautwucherungen reichen.

HP-Viren können zur Entstehung von Krebsarten am Penis und in der Anal- und Vaginalregion beitragen. Jährlich sterben dadurch z.B. 2.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Auch wurde ein Zusammenhang zwischen der Übertragung von HP-Viren beim Blasen und einem daraus resultierenden erhöhten Mundkrebsrisiko festgestellt.

HP-Viren können am leichtesten übertragen werden, wenn gering verletzte Haut oder Schleimhaut mit Feigwarzen in Kontakt kommt (z.B. beim Petting oder Geschlechtsverkehr).

Sichtbar sind Feigwarzen am ehesten im Anal- oder Genitalbereich. Sitzen sie in der Harnröhre, werden sie auch über  Sperma übertragen. Da die HP-Viren in der Haut ruhen, können auch Infizierte ohne sichtbare Warzen andere anstecken.

Für die Diagnose ist bei einer nicht sichtbaren Infektion ein Abstrich bzw. eine Darmspiegelung nötig. Als Therapie wird je nach Infektionsort und Ausmaß die Erkrankung entweder medikamentös mit Warzenmitteln behandelt oder eine chirurgische Entfernung mit Laser bzw. eine Vereisung durchgeführt. Die Mitbehandlung von Sexualpartnern ist ratsam. Durch eine Behandlung wird die Infektiosität zwar verringert, eine Übertragung ist aber weiterhin möglich.

Kondome verringern das Ansteckungsrisiko nur eingeschränkt, da die Erreger auch durch Kontakt mit anderen Körperstellen übertragen werden können. Regelmäßige Untersuchungen sind deshalb bei wechselnden Sexualpartnern empfehlenswert. Bei HIV-Positiven ist dies wegen des geschwächten Immunsystems besonders wichtig. Bei ihnen können Symptome nämlich heftiger auftreten und eine Therapie eventuell schlechter ansprechen.

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