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AIDS-Hilfe
Frankfurt e.V.
AG36: Schwules Zentrum Frankfurt
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60313 Frankfurt a. M.

Tel. (069) 29 59 59
Fax (069) 28 44 01
Mail: info@ag36.de

K - wie Krätze

Die Krätze (Skabies) hat in ihrer Verbreitung gerade in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Parasiten nisten vornehmlich in Finger- und Zehenzwischenräumen und in der Genitalregion, aber auch an Knie, Achseln und Brustwarzen. Die bis zu 0,4 mm großen Milben befinden sich in der obersten Hautschicht.

Häufig zeichnen sich winklig gekrümmte, bis 1 cm lange Milbengänge ab, an deren Ende im gelblich abgesetzten Hügel die weibliche Milbe nistet und ihre Eier legt. Daneben tritt nach etwa 4 Wochen eine juckende Hautentzündung (Ekzem) unter anderem als allergische Reaktion auf den Milbenbefall und deren Kot auf. Durch das Kratzen an entzündeten Stellen kommt es häufig zu Infektionen, die sich durch eitrige Ausschläge äußern.

Die Krätze wird durch eine Untersuchung der befallenen Haut nachgewiesen. Sie wird entweder äußerlich durch verschreibungspflichtige Präparate oder - gerade bei Erwachsenen - auch durch Medikamenteneinnahme behandelt.

Die Übertragung geschieht durch engen Körperkontakt wie durch Geschlechtsverkehr. Eine Infektion über Gegenstände wie Kleidung, Kämme etc. ist unter Umständen möglich. Eine gesunde und gepflegte Haut verringert das Infektionsrisiko.


Die Filzlaus

Auch die Filzlaus (Schamlaus) verbreitet sich über Körperkontakt und wird durch eine äußerliche Anwendung bekämpft. Es besteht keine Artverwandtschaft mit der Milbe, beide zählen aber zu den Parasiten, die durch den menschlichen Organismus ihr Fortbestehen sichern. Bevorzugter Platz der Filzlaus ist die Schambehaarung, seltener auch das Achsel-, Bart- und Kopfhaar, oder die Augenbrauen bzw. Wimpern.

Symptome wie Juckreiz und gerötete Hautpartien sind charakteristisch. Sie werden hervorgerufen durch die  Halteklammern an den Vorderbeinen der Laus, die sich damit dicht über der Hautoberfläche ihres Wirtes fixiert und sich so durch das menschliche Blut ernähren kann. 

Sowohl die Laus als auch ihre Nissen sind mit bloßem Auge oder gut mit der Lupe zu erkennen. Neben der medikamentösen Behandlung können verbleibende Nissen zusätzlich mit einer Pinzette oder einem Nissenkamm entfernt werden.

Allgemein gilt sowohl bei der Milbe als auch bei der Filzlaus, die Infektionskette zu unterbrechen. Die Behandlung von Kontaktpersonen ist ratsam. Textilien wie Kleidung und Bettwäsche sollten desinfiziert bzw. bei mind. 60 Grad gewaschen werden.

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