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AIDS-Hilfe
Frankfurt e.V.
AG36: Schwules Zentrum Frankfurt
Alte Gasse 36
60313 Frankfurt a. M.

Tel. (069) 29 59 59
Fax (069) 28 44 01
Mail: info@ag36.de

Überblick STI

Es ist wichtig Symptome einer Infektion zu erkennen und sie schnell zu behandeln. Zum einen, weil sich einige der Keime im Körper verstecken können und damit unbehandelt chronisch und gefährlich werden, zum anderen auch zum Schutz von Sexualpartnern.

Folgende Anzeichen können auf eine sexuell übertragbare Krankheit hinweisen:

  • Ausfluss aus Schwanz, Arsch oder Möse
  • auffällige Rötungen oder weiße Beläge im Mund-, Genital- oder Analbereich,
  • Geschwüre oder ungewöhnliche Pickel im Mund-, Genital- oder Analbereich,
  • starker Juckreiz, vor allem, aber nicht nur im Genital- oder Analbereich,
  • schmerzhaft geschwollene Lymphknoten in der Leistengegend,
  • ungewöhnliche Hautausschläge,
  • Gelbfärbung der Augen und/oder der Haut
  • Allgemeinen Symptome, wie Abgeschlagenheit, Fieber, Lymphknotenschwellungen

Diese Auflistung zeigt eine Auswahl an möglichen Symptomen. Ihr Vorhandensein muss nicht in jedem Fall auf eine Infektion hinweisen. Jedoch  sollte man auftretende Symptome durch einen Arzt abklären lassen.

Eine Diagnose erfolgt in den meisten Fällen durch einen Genitalabstrich bzw. durch eine Blutuntersuchung. Die Heilung von Hepatitis- und HIV-Infektionen ist bislang nicht möglich. Eine Impfung gegen Hepatitis A und B ist ratsam. In der Regel besteht eine gute Behandlungschance für alle sexuellen Erkrankungen, dies gilt allerdings nur bei zeitnaher Diagnose. Daher ist es ratsam einen  Verdacht möglichst frühzeitig abzuklären.

Kostenlose und anonyme Hilfe bieten die AIDS-Hilfe, Gesundheitsämter und die Telefonberatung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Darüber hinaus gibt es bei vielen örtlichen Gesundheitsämtern kostenlose Untersuchungen. Der eigentliche Facharzt ist der Arzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, aber auch Gynäkologen und Urologen werden vermehrt aufgesucht. Im klassischen Sinn werden diese sexuell übertragbaren Infektionen im Fachgebiet der Venerologie behandelt.

Kondome schützen, allerdings nicht zu 100 Prozent. Oft reicht bei einigen Erregern bereits der Kontakt mit einer erkrankten Hautstelle irgendwo am Körper, die meist gar nicht bemerkt wird, um sich zu infizieren. Ein Restrisiko kann man daher nicht ausschließen.

Ständiger Gebrauch von Kondomen kann die Verbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten jedoch signifikant einschränken. Dabei ist die richtige Verwendung eines Kondoms ausschlaggebend für die Sicherheit beim Sex. Neben der Haltbarkeit sollte man daher darauf achten, dass verwendete Gleitmittel eine fettfreie Basis haben. Öl oder Vaseline können das Gummi kaputtmachen und sollten daher niemals als Gleitmittelersatz verwendet werden.

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