Der Begriff „Bareback“ kommt aus der Rodeosprache und
bedeutet „Reiten ohne Sattel“.
In die schwule Szene kam er, nachdem HIV-positive Männer in
den USA Sexpartys organisierten, um miteinander ungeschützten Sex praktizieren
zu können. Zu diesen so genannten „Bareback Partys“ wurde man speziell
eingeladen. Mit der Zeit übten sie einen immer größeren Reiz aus, auch auf ungetestete
und HIV-negative Männer. Durch Presseberichte und Hörensagen wurde den Bareback
Partys besondere Aufmerksamkeit zuteil. Bareback wurde zum Modebegriff für unsafen
Sex. (Dokumentarfilm: The Gift, USA 2002)
Bevor du dich für Bareback entscheidest, informiere dich gut
über die möglichen Folgen.
- Bareback ist nichts anderes als ungeschützter Sex.
- 70% der sexuell aktiven Männer mit gleichgeschlechtlichen
Partnern machen ausschließlich Safer Sex.
- Barebacking erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung
von Geschlechtskrankheiten wie Syphilis oder Hepatitis bzw. das Risiko einer
(erneuten) HIV-Infektion.
Eine HIV-Infektion bedeutet:
- lebenslange Medikamenteneinnahme mit möglichen
Nebenwirkungen wie Durchfall, Potenzprobleme, Depressionen, Fettumverteilung,
Hautveränderungen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen etc.
- Einschränkung der Lebensqualität durch erhöhte Krankheitsanfälligkeit,
regelmäßige Arztbesuche, hohe persönliche Kosten (u.a.: durch Zuzahlungen)
- Arbeitsunfähigkeit, Vereinsamung, Diskriminierung
- eine Infektion mit resistenten Virenstämmen
- den zu erwartenden Ausbruch von AIDS
2003 betrug der Zuwachs an HIV-Neuinfektionen im Vergleich
zu 2002 ca. 7,9%. 41% aller Infizierten sind Männer, die Sex mit Männern haben.
(www.rki.de)