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AIDS-Hilfe
Frankfurt e.V.
AIDSonline.de
Friedberger Anlage 24
60316 Frankfurt

Tel. (069) 4058 68-0
Fax (069) 4058 6840
Mail: info@aidsonline.de
InfoLine: (069) 19411 (Mo bis Fr 18.00-20.00 Uhr)

Schutzmöglichkeiten

Analverkehr (Frau & Mann / Mann & Mann)
Beim Analverkehr ist das Risiko besonders groß, sich mit HIV anzustecken. Der Darm ist stark durchblutet und sehr leicht verwundbar. Es kann leicht zu kleinen, nichtspürbaren Verletzungen kommen, die eine Eintrittspforte für HIV darstellen. Aber auch der Aktive, der seinen Penis einführt, kann angesteckt werden, da die empfindliche Eichel und der Harnröhrenausgang mit dem Virus in Kontakt kommt.

Einen guten Schutz bieten Kondome (es gibt spezielle Kondome, die reißfester sind), zusammen mit einem fettfreien Gleitmittel.

Vaginalverkehr (Frau & Mann)
Frau: Die Scheidenwände der Frau sind sehr empfänglich für HIV. Da beim Sex häufig sehr kleine, nichtspürbare Verletzungen entstehen, kann das Virus hierüber eindringen. Das Risiko sich anzustecken ist besonders erhöht, wenn im Genitalbereich schon eine andere Infektion vorliegt oder während der Monatsblutung.

Mann: Infektiöse Scheidenflüssigkeit kann über die Schleimhäute des Penis zur einer Ansteckung führen. Während der Monatsblutung ist das Infektionsrisiko aufgrund des Kontakts mit Blut besonders erhöht.

Schutz beim Vaginalverkehr bieten Kondome, ggf. zusammen mit fettfreiem Gleitmittel.

Oralverkehr
"Blasen": Das Stimulieren des Penis mit Mund oder Zunge gilt als risikoarm, solange kein Blut mit im Spiel ist.

Wichtig: Kein Sperma in den Mund, auf Wunden, auf die Schleimhäute oder in die Augen gelangen lassen!

Wenn dennoch Sperma in den Mund gelangt, nicht schlucken, sondern möglichst schnell ausspucken und Mund ausspülen, am besten mit Alkohol. Ist Sperma in die Augen gelangt, diese möglichst schnell mit Wasser ausspülen. Wer sichergehen will, benutzt beim Blasen ein Kondom.

„Lecken“ oder „Rimming“: „Lecken“ (orale Stimulation der Scheide) oder „Rimming“ (orale Stimulation des Anus) gilt ebenfalls als risikoarm, außer bei blutenden Wunden/Entzündungen oder während der Monatsblutung, da hier Blut mit ihm Spiel ist. Wer sichergehen will, benutzt beim Lecken oder Rimming ein "Dental dam", ein spezielles Latextuch, das zwischen Mund und Scheide/Anus gelegt wird. (Ein aufgeschnittenes Kondom oder Frischhaltefolie erfüllt hierbei den gleichen Zweck.)

Eindringen mit den Fingern
Das Eindringen mit den Fingern in die Vagina oder den After gilt als risikoarm. Wichtig ist hierbei, darauf zu achten, dass die Fingernägel kurz geschnitten sind, damit keine Verletzungen stattfinden. Während der Menstruation empfiehlt es sich z.B. Fingerlinge zu verwenden.

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