Bleiben. Veranstaltung zum Welt-AIDS-Tag in der Paulskirche

Illustration von Ralf König
Cartoon von Ralf König

Bleiben

Veranstaltung zum Welt-AIDS-Tag

1. Dezember 2015, 18 Uhr

Paulskirche

Paulsplatz 11, 60311 Frankfurt

Seit 1994 richtet die AIDS-Hilfe Frankfurt die größte deutschsprachige Veranstaltung zum Welt-AIDS-Tag aus. Sie findet alljährlich in der Paulskirche statt. Im Jahr des dreißigjährigen Bestehens der AIDS-Hilfe Frankfurt lautet der Titel der Veranstaltung „Bleiben“. Dieses Verb berührt in vielfältiger Weise die Fragen, die sich den in der HIV-/AIDS-Arbeit Tätigen nach mehreren Jahrzehnten stellen.

Was ist geblieben nach 30 Jahren Engagement? Wie hat AIDS-Arbeit den gesellschaftlichen Umgang mit dem Phänomen HIV/AIDS beeinflussen können? An welchen Stellen müssen wir noch weiter arbeiten, um unserem Ideal der Akzeptanz vielfältiger Formen des Lebens und Liebens näher zu kommen? Bleibt AIDS-Arbeit nötig? Braucht es AIDS-Hilfen überhaupt noch? Wo liegen ihre Aufgaben in der Zukunft?

Diese und andere Fragen werden bei der Veranstaltung im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutiert. Es soll sowohl einen Rückblick auf die krisenhafte Anfangszeit von HIV/AIDS, eine Bestandsaufnahme der heutigen Situation als auch einen Ausblick geben. Entsprechend sind unter den Podiumsteilnehmern Vertreter unterschiedlicher Generationen und Zugänge zum Thema:

  • Stefan Majer ist Dezernent für Verkehr der Stadt Frankfurt und gehört zu den Gründern der AIDS-Hilfe Frankfurt;
  • Dr. Helga Jürgen-Lohmann war als niedergelassene Ärztin tätig und in dieser Funktion eine der ersten Frankfurter Medizinerinnen, die sich den Betroffenen von HIV/AIDS annahmen;
  • Schwester Helga Weidemann ist Limburger Provinzoberin der Pallotinerinnen und hat als Krankenhausseelsorgerin an der Frankfurter Uniklinik in den 1980er Jahren AIDS-Kranke betreut;
  • der Jazzmusiker und Künstler Thorsten Larbig gehört zu denjenigen HIV-infizierten der ersten Stunde, die die Krankheit überlebten;
  • Dr. Peter Gute ist Facharzt für Infektiologie und hat bereits in den 1980er Jahren HIV-Positive behandelt;
  • Michéle Meyer ist eine Schweizer AIDS-Aktivistin. Sie gehört zu den wenigen Müttern, die sich schon früh öffentlich zu ihrer Infektion bekannten;
  • Marcel Dams ist ein junger schwuler Mann, der schon mit 20 Jahren ein HIV-positives Testergebnis verkraften musste. Als Blogger thematisiert er seine Infektion auch öffentlich.

Die Runde wird durch Christian Setzepfandt, Vorstandsmitglied der AIDS-Hilfe Frankfurt moderiert. Setzepfandt hält auch die Ansprache der AIDS-Hilfe Frankfurt. Das Grußwort der Stadt Frankfurt spricht Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig. Musikalisch wird der Abend durch den Sänger und Gitarristen Julian Heidenreich bereichert. Die AIDS-Hilfe freut sich besonders, dass der bekannte Comickünstler Ralf König auch in diesem Jahr das Einladungsplakat illustriert.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Trauermarsch zum AIDS-Memorial an der Peterskirche statt. Ein gemeinsamer Ausklang bei Suppe und Glühwein findet im SWITCHBOARD, Alte Gasse 36, 60313 Frankfurt statt.

Noch Fragen?
Sprechen Sie mich an!

Michael Bohl
Tel. 069/405868-35
michael.bohl@frankfurt.aidshilfe.de

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