Zentrale Veranstaltung in der Paulskirche
"Gesundheit, lebenslänglich"
Am Welt-AIDS-Tag findet um 18.00 Uhr in der Paulskirche Frankfurt die zentrale Veranstaltung der AIDS-Hilfe Frankfurt statt.
Gesundheit ist in unserer Gesellschaft ein hohes – wenn nicht das höchste – Gut geworden. Auch Menschen mit HIV und AIDS profitieren seit Jahren von den Erfolgen in Medizin und Forschung. Das ist ein Segen! Doch wenn Gesundheit zu einem Fetisch wird, hat das negative Folgen. Menschen, die unter (chronischen) Krankheiten leiden, geraten an den Rand der Gesellschaft. Der Aufruf, gesund zu leben, wird von einer lebensbejahenden Einladung zu einer moralischen Forderung, die nicht nur – aus finanziellen Gründen – von den Krankenkassen erhoben wird. Wer sich nicht "gesund hält" und "alles für seine Gesundheit" tut, ist selber schuld und muss die Folgen selber tragen, heißt es immer öfter in öffentlichen und privaten Diskussionen. Dieser Vorwurf trifft nicht zuletzt Menschen mit einer HIV-Infektion. Angesichts dieses wachsenden gesellschaftlichen Drucks ist jeder Einzelne aufgefordert, für sich selbst zu bestimmen, was ein "gesundes Leben" ist und was er für ein so verstandenes gesundes Leben zu tun bereit ist. Nicht zuletzt heißt es für Menschen mit chronischen Krankheiten, also auch für von HIV und AIDS Betroffene, auf eine gute, ihnen angemessene und somit "gesunde" Weise mit ihrer Krankheit zu leben.
RednerInnen bei der Zentralen Gedenkveranstaltung der AIDS-Hilfe Frankfurt in der Paulskirche werden sein:
Annette Haberl, Ärztin, HIV-Center Frankfurt
Dagmar Müller, Evangelisches Hospiz Frankfurt, Geschäftsführung
Werner Bartens, Leitender Wissenschaftsredakteur der Süddeutschen Zeitung und Autor des Ärztehasserbuches
Carsten Schatz, Deutsche AIDS-Hilfe, Vorstandsmitglied
Begrüßung: Christian Setzepfandt, Vorstandsmitglied der AIDS-Hilfe Frankfurt
Grußwort: Stefan Majer, Stadtrat, für den magistrat der Stadt Frankfurt
Für die Musik sorgt Patty Moon.
Das Plakat zum download
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Das Programm
Die Reden:
Christian Setzepfandt:
Begrüßung
Dr. med. Werner Bartens:
Chronisches Leid in einer mitleidlosen Gesellschaft, die das Leid abschaffen will
Dr. med. Annette Haberl:
Muss die Medizin alles tun, was sie kann?
Carsten Schatz:
Gesundheit braucht Solidarität. Lebenslänglich.
Dr. Dagmar Müller:
Lebensqualität im Angesicht des Todes - Ein Widerspruch?

Musik: Patty Moon
Rezitation: Jo van Nelsen
Impressionen:
Alle Fotos: Donato Cuoio

