Projekt MSM und Drogen

Bei Männern, die Sex mit Männern (MSM) haben, sind andere Konsummuster von Rauschmitteln verbreitet als in der Allgemeinheit. Häufig findet der Konsum im Kontext von sexuellen Aktivitäten statt („Chemsex“). Die Folgen des Rauschmittelkonsums erstrecken sich auf die üblichen Wirkungen der Substanzen, sowie auf ein stark erhöhtes HIV- und STI-Infektionsrisiko. Schwule und bisexuelle Männer, die aufgrund ihres Drogenkonsums Beratungs- und Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen wollen, sehen sich oftmals mit einem Hilfesystem konfrontiert, das bisher nur vereinzelt auf ihre Bedürfnisse eingehen kann. Bestehende Drogenberatungsstellen in ganz Deutschland sind auf eine Beratung zum Konsum von illegalen Drogen im Kontext von mann–männlicher Sexualität bisher nicht ausgerichtet, HIV-Präventionsprojekten für schwule Männer fehlen noch detaillierte Kenntnisse hinsichtlich der Wirkweisen, Risiken und Behandlungsmöglichkeiten der konsumierten Substanzen und der Substanzabhängigkeit. Ziel dieses Projekts ist es, dort anzuknüpfen, das Angebot der AIDS-Hilfe Frankfurt in diesem Bereich zu ergänzen und die Entwicklung von Aufklärungs- und Beratungskonzepten zu erarbeiten sowie zu evaluieren.

 

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