Homosexualität und Suzid

22. Oktober 2018

Homosexualität und Suzid
Homosexualität und Suzid

Das Thema Homosexualität und Suizid wird auch innerhalb der Community selten behandelt – leider findet er dennoch häufiger statt als gedacht: Alleine durch das Outing und seine etwaigen Folgen ist die Suizidrate bei dieser Personengruppe je nach Studie zwei bis zehn Mal höher als bei gleichaltrigen heterosexuellen Menschen. Aber auch Einsamkeit, Angstzustände, Depressionen, Selbstverletzung, Sexsucht, Erektionsstörungen, Allergien oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen treten um ein vielfaches häufiger auf. Verstärkt werden gerade die psychischen Belastungen durch Diskriminierung in der eigenen Peergroup, dies führt zum Teil auch zu einer erhöhten Suizidrate unter Homosexuellen Menschen.

Aus diesem Grund zeigt im Deutschen Filmmuseum die AIDS-Hilfe Frankfurt gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Frankfurt und der Selbsthilfe Kontaktstelle den Film „Aus der Haut“: Der 17-jährige Milan versucht seinen besten Freund zu küssen und wird zurückgewiesen. Als er nach einer betrunkenen Autofahrt einen Unfall überlebt, finden seine Eltern einen Abschiedsbrief. Daraufhin outet er sich und sein neues Leben beginnt.

Im Anschluss an den Film folgt eine Diskussionsrunde, die von Jascha Habeck moderiert wird. Teilnehmer*innen auf der Bühne sind unter anderem Vertreter*innen der Selbsthilfe Kontaktstelle, Vertreter FRANs-Netzwerk (Frankfurter Netzwerk Suizidprävention) und der AIDS-Hilfe selbst.

 

 

Homosexualität und Suizid
Filmvorführung „Aus der Haut“ mit anschließender Diskussionsrunde

Montag, 5. November 2018

19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr)

Deutsches Filmmuseum

Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main
 

Der Eintritt ist frei
 

 

Wenn Ihre Gedanken darum kreisen, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Das können Freunde oder Verwandte sein, müssen es aber nicht. Es kann für Sie schwer sein, ausgerechnet über dieses Thema mit Menschen zu sprechen, die Ihnen nahe stehen. Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie – auch anonym – mit anderen Menschen über Ihre Gedanken sprechen können. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich. Die Telefonseelsorge erreichen Sie unter 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222.