Prävention an Orten der Lust zur Corona-Zeit: Love Rebels werden wieder aktiv

5. Mai 2020

Die Love Rebels bei einer Veranstaltung vor Corona
Die Love Rebels bei einer Veranstaltung vor Corona

"Nur weil es gerade Einschränkungen im öffentlichen Leben gibt, haben die Menschen ja nicht auf einmal kein Verlangen mehr danach, ihre Lust auszuleben“, sagt Steve Willich, Projektkoordinator des Präventions-Teams Love Rebels der AHF (AIDS-Hilfe Frankfurt). Die gewohnte Aufklärungs-Arbeit in Bars und auf Veranstaltungen ist derzeit nicht möglich, weshalb sich das Team nun auf andere Orte fokussiert. „Wir wollen Kondome und Info-Materialien so platzieren, dass Menschen – ohne mit uns oder anderen in Kontakt zu kommen – auf diese zugreifen können“, so Willich. Diese Orte der Lust sind mitunter in der Szene bekannte Plätze, an denen sich Menschen für sexuelle Handlungen treffen.

Um niemanden zu motivieren dort hinzugehen oder zuzuschauen, verraten die Love Rebels nicht, wo und wann sie unter Berücksichtigung der Hygiene-Regeln und -Auflagen seitens der Bundesregierung sowie des Mitarbeiter*innen-Schutzes agieren. „Diese Plätze sind uns schon lange bekannt und wir wurden darüber informiert, dass sie wohl wieder vermehrt frequentiert werden“, erläutert der Koordinator des Präventions-Teams. „Deshalb werden wir diese Orte aufsuchen und eruieren, wie wir unsere Arbeit diskret und dennoch effektiv ausüben können".

Die AHF fördert seit ihrer Gründung die Akzeptanz anderer Lebensweisen und möchte auch in dieser Zeit Menschen die Möglichkeit bieten, sich über die Möglichkeiten des Schutzes vor STIs (sexually transmitted infections = sexuell übertragbare Infektionen) zu informieren und diese anwenden zu können.