Veranstaltung

17. 5.
19:30 Uhr

UNSCHLAGBAR!? - GEWALT UND ÜBERGRIFFE GEGEN LGBT*

Bar.Café.Kultur SWITCHBOARD
Alte Gasse 36
60313 Frankfurt

SWITCH-KULTUR ZUM IDAHOT

Wie alle Menschen werden auch Lesben, Schwule und Transgender in Frankfurt Opfer von Alltagskriminalität. Doch darüber hinaus sind sie auch von sogenannter Hass-Kriminalität betroffen, zu deren Ziel sie nur deshalb werden, weil sie so sind wie sie sind. Während die Gefahr verbaler Übergriffe und körperlicher Gewalt aus homo- oder transphober Motivation vor wenigen Jahrzehnten noch sehr präsent war, ist sie in der Wahrnehmung der Communities heute zunehmend in den Hintergrund getreten. Zwar ist sie für Menschen, die vor allem die schwulenfeindliche Gewalt früherer Jahrzehnte miterleben mussten, noch immer in furchtbarer Erinnerung und auch bei Personen, die selber Gewalterfahrungen machen mussten, längst nicht vergessen. Doch unter jüngeren LGBT* und vor allem in der Gesamtgesellschaft spielt Homo- und Transfeindlichkeit im Grunde nur noch eine nachgeordnete Rolle. Gleichwohl rütteln Meldungen brutaler Übergriffe auf Lesben, Schwule und Transgender vor allem aus Berlin die Communities bundesweit auf und die Veröffentlichungen von Anti-Gewalt-Projekten, die steigende Übergriffszahlen auf LGBT* dokumentieren, lassen eine neue Beklommenheit entstehen, die schon überwunden geglaubt war. Die Wahrnehmung der tatsächlichen Gegebenheiten wird zusätzlich verzerrt durch den Umstand, dass lesbische Frauen oft anderen Anfeindungen ausgesetzt sind als Schwule. Transgender erfahren wiederum eine andere Häufigkeit und Qualität von Übergriffen im Alltag. Es gibt also offenbar mehr als nur eine Sicherheit und Unsicherheit. Ist Frankfurt für Lesben Schwule und Transgender also nun eine sichere Stadt? Oder haben sich die Zeiten geändert und muss man wieder vorsichtiger sein, wo und wem gegenüber man sein Schwulsein zeigt? Gibt es Orte und Situation, die LGBT* bewusst oder unterbewusst meiden? Wie stellen sich Entwicklung und gegenwärtige Situation für Menschen aus der Szene, wie für Berater*innen von Anti-Gewaltprojekten und wie für die Frankfurter Polizei dar? Darüber wollen wir reden:

 

Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT)

17. Mai 2017, um 19:30 Uhr

im SWITCHBOARD, Alte Gasse 36, 60313 Frankfurt

 

mit:

Constance Ohms, Vorstandsmitglied von Broken Rainbow, Bundesverband der lesbischen, lesbisch-schwulen und transidenten Anti-Gewalt-Initiativen Deutschland e.V.

Matthias Block-Löwer, Ansprechpartner für gleichgeschlechtliche Lebensweisen beim Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Norbert Dräger, Berater u.a. für das schwule Anti-Gewalt-Projekt der AIDS-Hilfe Frankfurt e.V.

Jessica Purkhardt, LGBT*-Aktivistin • Moderation: Ralf D.

 

Kontakt für Rückfragen und weitere Informationen: jessica.bkk@gmail.com / 0177 57 68 416

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