Nachruf Theo Sandbaumhüter

Teelichter
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Die AHF trauert um ihr ehemaliges Vorstandsmitglied und langjährigen Koordinator des "Lauf für mehr Zeit"

Theo Sandbaumhüter,

der am Montag, den 12. Juli nach langer Krankheit im Beisein seines Mannes gestorben ist.

"Meiner Ansicht nach sollte sich jeder Mensch sozial engagieren", diesen Satz gab uns Theo anlässlich des 20-jährigen Bestehens der AHF mit auf den Weg. Es war sein Lebensmotto. Nicht einfach so daher gesagt, sondern Theo hat danach gelebt.

Theo Sandbaumhüter war über 20 Jahre als ehrenamtliches Vorstandsmitglied der AHF ein engagierter, geschätzter und treuer Begleiter und Kollege. Er war mitunter hartnäckig, streitbar, aber nie streitlustig, nicht immer einfach, aber einfach immer loyal und den Menschen voller Mitgefühl zugetan.

Theo war weit über seine Vorstandstätigkeit hinaus unermüdlich im Einsatz für die Ideen und Ziele "seiner" AHF. Er war ein kundiger und hochgeschätzter Ansprechpartner und ein Vorbild für viele ehrenamtlich engagierte Menschen rund um die AHF.

In vielen Vereinen und Initiativen hat er sich eingebracht und für die Benachteiligten eingesetzt. Er war in Wake Up ebenso engagiert wie im Völklinger Kreis und hat sich als schwuler Mann stets für die Rechte der Menschen und gegen Benachteiligung und Diskriminierung eingesetzt.

Theo war ein Netzwerker und ein großer Motivator. Es ist ihm gelungen, viele Menschen zu motivieren und für ein soziales Engagement zu gewinnen. Er war ein unermüdlicher Aktivist im Namen und im Auftrag der AHF. Fast 15 Jahre hat er darüber hinaus in Frankfurt den „Lauf für mehr Zeit“ erfolgreich ausgerichtet und damit ganz wesentlich dazu beigetragen, die Pflege und Betreuung von Menschen mit HIV und AIDS in Frankfurt durch die AHF zu sichern.

Seine ruhige, verbindliche und zielstrebige Art, die Dinge voranzutreiben werden uns sehr fehlen.

Viele Jahre schon musste Theo, der sich so sehr für andere stark gemacht hatte, durch eine schwere Krankheit am eigenen Leib erfahren, wie sehr das Leben und die Lebensqualität von Gesundheit abhängt. Er hat sich nie beklagt, sondern trotz der teils massiven Einschränkungen sich weiterhin für andere engagiert. Bis zuletzt war es ihm ein Anliegen, Verantwortung zu übernehmen und sich zu sorgen, nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Freunde, seine Liebsten und für seine Mitmenschen. Nun ist sein persönlicher „Lebenslauf für mehr Zeit“ zu Ende gegangen.

Uns bleibt die lebendige Erinnerung an einen lieben Menschen und der Auftrag, sein Vermächtnis weiterzutragen.