Statement zum Anschlag in Oslo

AHF: Ein Angriff auf die Werte von uns allen

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Auch Tage nach dem Anschlag auf den von überwiegend queeren Gästen besuchten Osloer „London Pub“ ist der Vorstand der AHF geschockt. Vor allem aber tief besorgt. Wir leben in unseren freiheitlich demokratischen und offenen Gesellschaften mit Respekt für vielfältige Lebensentwürfe füreinander und achten die Menschenwürde. Gerade für uns Menschen unter dem Regenbogen ist das ein entscheidender Wert.

Regenbogenflagge als Symbol der Offenheit

Auch queere Orte von heute sind daher grundsätzlich offen und für alle zugänglich. Das wollen wir so. „Die Zeiten, in denen man nur nach Klingelzeichen und Sichtkontrolle durch einen Türschlitz in schwule Bars gelangte, sind glücklicherweise lange Vergangenheit“, sagt Vorstandsmitglied Christian Setzepfandt. Geschützte Räume sind queere Szene-Lokale vor allem wegen der dort geltenden Umgangsformen und Konventionen, nicht durch Abschottung und zusätzlich Zugangsbeschränkungen. Nie waren queere Menschen so sichtbar wie heute. Generationen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und trans* Menschen haben dafür gekämpft“, ebenso wie Vereine wie die AHF. Die Regenbogenflagge an den Türen queerer Lokale signalisiere prinzipielle Offenheit, Toleranz und Aufgeschlossenheit. Damit steht die queere Community im klaren Gegensatz zu fundamentalistischen Extremisten, die unsere pluralen Gesellschaften unverhohlen verabscheuen und ihr den Kampf angesagt haben.

Gewalt gegen LSBITQ+ geht uns alle an


Wir als AHF verurteilen die Tat aufs Äußerste und sind zutiefst betroffen. Die Gewalttätigen machen die Menschen und Gruppen, die sie verachten, immer zu Opfern und Leidtragenden. Aus diesem Grund ist es eine der dringlichsten hoheitlichen Aufgaben des Staates, sie vor Gewalt zu schützen. Die Trauer um die Toten dieser und der vielen vorangegangenen Mordtaten wird bleiben. Unsere Aufgabe ist es, sich nicht von ihr überwältigen zu lassen oder in einer Opfernische einzurichten. Queere Menschen sind Teil unserer offenen Gesellschaft und ein Anschlag auf sie, bedeutet einen Angriff auf die Werte unserer freiheitlichen Kultur. Wir sollten wachsam bleiben und. weiterhin gemeinsam für Toleranz, Akzeptanz und Solidarität einstehen und für diese Werte kämpfen. „Ob Synagogentür, Weihnachtsmarkt oder Schwulen-Bar; der Hass kann uns alle immer und überall angreifen. Deshalb müssen wir ihm gemeinsam immer und überall entschlossen entgegentreten “, so AHF-Vorstand Christian Setzepfandt abschließend.