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Café Karussell: Alfred – ein Lebensbericht aus der "bleiernen Zeit"

Foto von cottonbro von Pexels
© Foto von cottonbro von Pexels
Veranstaltungsort
Switchboard
Adresse

Alte Gasse 36
60313 Frankfurt am Main
Deutschland

Klaus Schirdewahn wurde in den 1960er Jahren als junger Mann Opfer des §175, in der von den Nazis verschärften Fassung. Mit einfachen Worten beschreibt er die innerpsychischen Katastrophen, die die Entdeckung seiner schwulen Kontakte durch Elternhaus, Polizei und später der Ehefrau hatte. Er beginnt eine "Therapie", um dem Gefängnis zu entgehen, heiratet, seine Tochter wird geboren, und doch treibt ihn seine Sexualität  immer wieder in die Bars, die Klappen und Schwimmbäder auf der Suche nach befriedigenden Sexualerlebnissen mit Männern. "Du bist nicht mehr unser Sohn!", schleudert die Mutter ihm entgegen, als er als junger Mann in Begleitung von Polizisten zuhause vorgeführt wird. Eher zufällig erfährt er ein wenig Unterstützung durch eine Sozialarbeiterin von der Gerichtshilfe und vom evangelischen Gemeindepfarrer. Von diesem schwierigen Leben will uns Klaus Schirdewahn, der heute mit seinem Mann in Mannheim lebt und sich nach sehr langer Zeit mit Tochter und Eltern ausgesöhnt hat, erzählen.

Da die Anzahl an Gästen im Switchboard wegen Corona auf maximal 27 beschränkt ist, wird um Anmeldung unter cafekarussell@gmx.de gebeten.