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Gekränkte Freiheit
Café Karussell
Alte Gasse 36
60313 Frankfurt am Main, 60313
Deutschland
Wie kommt es, dass spätestens seit der Corona-Pandemie rechte Libertäre sich zum Verteidiger der Freiheit aufschwingen? Die Autor*innen Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey haben sich 2022 damit auseinandergesetzt, in welcher Weise der Bürger auf die Freiheitsversprechen der Postmoderne reagierten: "Mündig soll er sein, der Einzelne, dazu noch authentisch und hochgradig eigenverantwortlich. Gleichzeitig erlebt er sich als zunehmend macht- und einflusslos gegenüber einer komplexer werdenden Welt. Das wird als Kränkung erfahren und äußert sich in Ressentiment und Demokratiefeindlichkeit." (Klappentext). Die Erfolge der Rechten nun auch in Westdeutschland könnten mit dieser Entwicklung zu tun haben. Der Vorwurf eines "neuen Faschismus" greift gegenüber diesen Phänomenen zu kurz. Es hat sich ein Protesttypus entwickelt, dem die individuelle Freiheit die höchste Autorität ist. Er glaubt nicht an einen starken "Führer", sondern kritisiert "das System", ohne über gegenseitige soziale Abhängigkeiten nachzudenken. Er lehnt das Prinzip der "wokeness", was nichts anderes heißt, als gegenüber Empfindlichkeiten von Mitbürger*innen achtsam zu sein, radikal ab. Trotzdem sprechen diese "Querdenker" durchaus real existierende Probleme an. "Aber ihre Kritik zielt nicht auf demokratische Korrekturen, sondern auf die Subversion von Demokratie und Wahrheit". Auch diesmal soll nach kurzer Präsentation ausgewählter Thesen der Autor*innen die gemeinsame Diskussion im Vordergrund stehen.
Unser Gastgeber Peter wird um 14:30 Uhr das Switchboard öffnen und leckeren selbstgebackenen Kuchen anbieten, sowie eure Getränkebestellungen entgegennehmen. Der inhaltliche Teil des Nachmittags beginnt jeweils gegen 15 Uhr.
Das "Cafe Karussell" ist ein Kooperationsprojekt von AHF, Frankfurter Verband und der Gruppe 40plus.
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