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Sehnsucht nach Freiheit – Queere Perspektiven auf Migration, Flucht und Asyl

Fachtag an der Frankfurt UAS widmet sich anlässlich des IDAHOBITA 2026 der Situation queerer Geflüchteter

Location
Frankfurt University of Applied Sciences
Address

Nibelungenplatz 1
1. Stock, Raum 109/110
60318 Frankfurt am Main
Deutschland

Geflüchteten eine Stimme geben

Anlässlich des IDAHOBITA* 2026 gibt es an der Frankfurt UAS einen Fachtag zur Situation queerer Geflüchteter - Sehnsucht nach Freiheit – Queere Perspektiven auf Migration, Flucht und Asyl

Welche besonderen Bedürfnisse haben queere Geflüchtete im Asylverfahren und für ihr Leben in Deutschland? Mit welchen Schwierigkeiten sehen sie sich konfrontiert? Welche Handlungsmöglichkeiten haben helfende Berufsgruppen? Wie positionieren sich politisch Verantwortliche zum Thema? Diese und weitere Fragen nimmt der Fachtag „Sehnsucht nach Freiheit – Queere Perspektiven auf Migration, Flucht und Asyl“ in den Fokus. Er findet statt im Zuge des IDAHOBITA* – dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans- und Asexuellenfeindlichkeit – und ist zugleich ein Beitrag zum Deutschen Diversity Tag der Charta der Vielfalt. Die Veranstaltung befasst sich nicht nur fachlich und politisch mit der Situation queerer Geflüchteter, sondern setzt diese auch biografisch-künstlerisch um.  Das politische Podium der Tagung wird von der bekannten Moderatorin Bettina Böttinger gehostet, die Tagesmoderation übernimmt Nicole Peinz, Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) der Stadt Frankfurt am Main. Grußworte halten Sozialministerin Heike Hofmann und Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg

„Sehr wichtig ist uns auch, den queeren Geflüchteten selbst eine Stimme zu geben. Gemeinsam mit ihnen erzählen wir ihre Lebensgeschichten und setzen sie künstlerisch um“, sagt Dr. Vera Jost, Referentin Diversity Policies an der UAS, die die Projektleitung übernimmt. 

Fokus auf vulnerable Situation queerer Geflüchteter

Ein weiterer Block thematisiert die vulnerable Situation queerer Geflüchteter. „Rainbow Refugees fliehen vor Gewalt, Haft, Zwangsverheiratung oder gar drohender Todesstrafe“, sagen Knud Wechterstein (AHF/Landeskoordinator Rainbow Refugees Support)und Alicia Link (AHF/Sozialarbeiterin Safe House). „Sie sind auch in Deutschland oft massiver Gewalt ausgesetzt, wenn ihre besonderen Bedürfnisse, etwa bei der Unterbringung, nicht berücksichtigt werden. Die psychischen und gesundheitlichen Folgen für die Betroffenen sind oftmals erheblich“, betonen die beiden Referent*innen, die sich seit vielen Jahren für Rainbow Refugees stark machen. 

Der künstlerisch-biografische Block des Fachtags wird von Nadia Saadi, Co-Gründerin Rainbow Stories, und Nicole Peinz, AmkA, kuratiert. Im Zentrum dieses Blocks steht die Lebensgeschichte von Fabian Kagimu, Trans*aktivistin und Gründerin von prismuganda.org. Fabians Story, verfasst von Autorin Nadia Saadi, wird von Aktivistin und Schauspielerin Rokhi Müller vorgetragen. Künstlerisch inszeniert wird sie von Sängerin Kaye-Ree sowie Kostümdesigner Sadik. Illustriert und dokumentiert wird das Event von Sitha Reis, die mit ihrem Graphic Recording die Tagung in Echtzeit begleitet.

Der Besuch einzelner Programmblöcke ist möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei; das Programm, weitere Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie unter:  www.frankfurt-university.de/sehnsucht-nach-freiheit