Höchststand bei drogenbedingten Todesfällen: Bund, Länder und Kommunen sind in der Pflicht

Handeln statt Mitleid!

Kundgebung im Kaisersack
© AHF
2.227 Menschen sind im letzten Jahr in Verbindung mit dem Konsum illegalisierter Drogen gestorben, so viele wie noch nie.
 
Wir sagen: Bund, Länder und Kommunen sind in der Pflicht - Handeln statt Mitleid!
 
Auch für Drogengebraucher*innen gilt das Menschenrecht auf Gesundheit. Deshalb brauchen wir
  • auf Bundesebene: die Entkriminalisierung des Besitzes geringer Mengen zum Eigenkonsum. Kriminalisierung führt dazu, dass Menschen im Verborgenen gefährliche Substanzen konsumieren und ein Hilfebedarf erst spät artikuliert wird.
  • auf Landesebene: die Einführung von Landes-Drogenbeauftragten sowie die Einrichtung von Drogenkonsumräumen und Drugchecking-Angeboten in allen Bundesländern
  • auf kommunaler Ebene: ausreichende Mittel für Aids- und Drogenhilfen, Präventionsprojekte und die Selbsthilfe drogengebrauchender Menschen.
 
Außerdem muss der Bund alle unnötigen Hürden für Behandlungs- und Hilfsangebote abschaffen, z. B. bei der Diamorphinbehandlung, und sollte Forschung zur Substitutionsbehandlung bei Konsum anderer Substanzen als Heroin (etwa Amphetamine oder Kokain) zu initiieren.
 
Die Meldung der Deutschen Aidshilfe findet ihr unter https://www.aidshilfe.de/.../drogentodesfaelle-2023...
 
Die Pressemitteilung von akzept e.V., dem Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik, findet ihr hier bei Downloads.
Kontakt